Städteverbindung über Constanze Mozart

Eine Delegation der Deutschen Mozartgesellschaft Kurpfalz Mannheim besuchte dieser Tage Zell, um sich in Constanze Mozarts Geburtsort auf deren Spuren zu begeben.

Bürgermeister Rudolf Rümmele, Heidi Knoblich, Musikwissenschaftler Dr. Roland Würtz Bürgermeister Rudolf Rümmele, Heidi Knoblich, Musikwissenschaftler Dr. Roland Würtz

Deren letzter Besuch im Oktober 2009 war ausschlaggebend dafür, die Mozart-Beziehungen zwischen Mannheim und Zell gründlich aufzuarbeiten. Fridolin Weber lebte nach seiner Flucht aus Zell mit seiner Familie in Mannheim, wo er als Hofmusiker am Theater des für seine prachtvollen Opernaufführungen bekannten Kurfürsten Karl Theodor eine Anstellung fand. Hier lernte Mozart ihn als Notenkopist kennen und verliebte sich zunächst in Constanzes Schwester Aloysia und deren „seelenvollen Sopran“.

Gemeinsam mit Bürgermeister Rudolf Rümmele sowie dem Vorsitzenden des Zeller Bergland Tourismus Peter Bauer und dessen Stellvertreter Bernhard Knauber führte die Roman- und Bühnenautorin Heidi Knoblich die aufmerksamen Mannheimer Gäste durch die Innenstadt zu der von ihr initiierten Rose „Constanze Mozart“ und erzählte Anekdoten und vielfach Unbekanntes aus Constanzes Leben.  

Dabei zeigte sich der kürzlich aus seinem Amt als Vorsitzender der Mozartgesellschaft Kurpfalz in den Ruhestand getretene Musikwissenschaftler und Musikpädagoge Dr. Roland Würtz tief beeindruckt von der Leidenschaft, mit der Heidi Knoblich in Zusammenarbeit mit der Stadt Zell und dem Zeller Bergland Tourismus musikalische Inszenierungen, Konzerte und Vorträge organisiert und so die Bedeutung von Mozarts Frau und Muse hervorhebe. Er überreichte Bürgermeister Rümmele und Heidi Knoblich als Gastgeschenk eine Auflistung von Büchern, die er der Constanze-Mozart-Bibliothek beisteuern will, sowie zwei Musikstücke: Die Faksimile-Ausgabe von Mozarts Handschrift des Adagio KV 356 für Glasharmonika sowie eine Ausgabe der „Mannheimer Zauberflöte“. Hierbei handelt es sich um ein Arrangement für zwei Violinen oder Flöten, das, so Dr. Würtz, neben dem Klavierauszug damals die einzige Möglichkeit bot, das Theatererlebnis in der privaten Sphäre nachklingen zu lassen. Diese Stücke sollen bei nächster Gelegenheit in Zell aufgeführt werden. Als Gruß der Stadt Zell überreichte Bürgermeister Rümmele den Gästen je eine „Constanze-Mozart-Seife“, die mit großem Wohlgefallen angenommen wurde.

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