Constanze Mozart geb. Weber

Constanze Mozart geb. Weber wurde am 5. Januar 1762 in Zell im Wiesental im Südschwarzwald als dritte Tochter des hochmusikalischen Amtmanns Fridolin Weber geboren. 

Als Frau ohne Bedeutung, dumm und faul, vulgär und verschwendungssüchtig wird sie noch heute von vielen Mozart-Biographen dargestellt. Heidi Knoblich erzählt in ihrem Roman „Constanze Mozart geb. Weber“ die bislang unbekannte, doch wohldokumentierte Geschichte von W.A. Mozarts zäher und gescheiten Gefährtin, die das Entstehen seiner Werke miterlebte und der es maßgeblich zu verdanken ist, dass uns diese heute bekannt sind.

Romanbeschreibung "Constanze Mozart geb. Weber"

Constanzes Vater stand, wie zuvor deren Großvater, im Dienst des Barons von Schönau. Unschuldig mit diesem in Zwist geraten, musste er mit seiner Familie Zell bei Nacht und Nebel verlassen. Auf dieser Flucht führte er eines seiner beiden Klaviere mit, auf dem später in Mannheim, München und Wien W.A. Mozart spielte.

Die hochmusikalische Familie Weber

Fridolin Weber:

Constanze Mozarts Vater, der Zeller Amtmann Fridolin Weber, spielte Orgel und Klavier und hatte eine gute Bass-Stimme. Nach der Flucht aus Zell war er am Kurfürstlichen Theater in Mannheim, wo Mozart der Familie Weber begegnete, als Solist, Souffleur und als Notenkopist angestellt. Seine vier Töchter Josepha, Aloysia, Constanze und Sophie unterrichtete er in Klavier und Gesang.

Sie sprachen fließend Französisch und Italienisch. Er spielte Violine, worin ihn sein Bruder Franz Anton noch übertraf, der nebenbei auch ein virtuoser Kontrabassist war. Beide Söhne hatten den Musikunterricht ihres für die Tonkunst begeisterten Vaters, ehemals Amtmann in Zell in Wiesental, genossen. Franz Antons Söhne Fridolin und Edmund erhielten in Wien Unterricht von Joseph Haydn. Beide wurden Musikdirektor. Sein jüngster Sohn Carl Maria von Weber gilt als der Schöpfer der deutschen romantischen Oper.

Fridolin Webers Töchter:

Josepha Weber, Aloysia Weber, Constanze Weber und Sophie Weber

Fridolin Webers Neffe:

Carl Maria von Weber

Constanze Mozart geb. Weber am Zeller Rathaus:

In Constanze Mozarts Geburtsort Zell im Wiesental ist am Rathaus, in der Constanze-Weber-Gasse, eine Nachbildung ihres bekanntesten Portraits angebracht. Daneben befindet sich eine Kopie von Mozarts einzigem Brief, den er an Mademoiselle de Weber geschrieben hat.

Das Rathaus befindet sich in unmittelbarer Nähe zu dem Platz, an dem bis zum Stadtbrand von 1818 das Amtshaus stand, in dem sie geboren wurde.

Aus Mozarts Brief vom 29. April 1782

„Überlegen Sie wohl, was Sie heut zu mir gesagt haben. Sie haben mir (ungeachtet aller meiner Bitten) drei Mal den Korb gegeben und mir gerade ins Gesicht gesagt, dass Sie mit mir nichts mehr zu tun haben wollten. Ich, dem es nicht so gleichgültig ist wie Ihnen, den geliebten Gegenstand zu verlieren, bin nicht so hitzig, unüberlegt und unvernünftig, den Korb anzunehmen. Zu diesem Schritte liebe ich Sie zu sehr.“

Portrait-Constanze-Mozart_full

Constanze Mozart geb. Weber (Portrait Öl auf Leinwand)

Nach Auskunft der Universität Glasgow schenkte Constanzes zweiter Sohn Franz Xaver Wolfgang dieses Portrait später einem Freund, dem tschechischen Musiker Carl Vadar Hugo Zavertal. Dessen Sohn Vladislo ließ sich 1874 in Glasgow nieder, wo er als Dirigent tätig war und schenkte es 1931 der Universität Glasgow. 

Presseartikel: Die Gutherzigste und Beste

Badische Zeitung, 5. Januar 2011

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Presseartikel: Ja! Eine Weberische! - Badische Zeitung, 7. Januar 2012

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Presseartikel: Constanzes Opa verhaftet - Badische Zeitung, 5. Juli 2010

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Presseartikel: Wo die Webers in Mannheim wohnten - Badische Zeitung, 2. August 2010

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Weitere Informationen zu Zell im Wiesental

www.zeller-bergland.de

www.zell-im-wiesental.de